Haus und Grund

Hausbesitzer gegen Google Street View

Immer mehr kritische Stimmen melden sich zu Wort: Nachdem Verbraucherschutz-Ministerin Ilse Aigner gerade erst gefordert hat, Google müsse die Erlaubnis der Besitzer einholen, bevor Häuser für den Dienst Street View fotografiert werden können, schlossen sich jetzt die Hausbesitzer dieser Forderung an.

Der Verband der Hausbesitzer "Haus und Grund" unterstützt den Vorstoß der Ministerin und forderte gegenüber Welt Online eine Verschärfung des Datenschutzgesetzes. Verbandspräsident Rolf Kornemann fürchtet, dass die Bilder von Einbrechern genutzt werden könnten, um Häuser auszuspähen.

Derzeit haben die Bürger die Möglichkeit, gegen die Verwendung der Ansichten ihrer Häuser zu widersprechen und die Bilder löschen zu lassen. Verbraucherschutz-Ministerin Aigner regte jetzt an, dieses Verfahren umzukehren.

Kein Zugriff auf Daten in den USA

Auch den Datenschützern der Bundesländer gefällt das aktuelle Verfahren nicht. Google macht zwar Gesichter und Autokennzeichen auf den Bildern automatisch unkenntlich, doch in einigen Fällen geschieht dies nur unzureichend.

Außerdem werden die Rohdaten in die USA transferiert und somit außer Reichweite deutscher Gesetze gebracht.

15 Millionen Eigentümer

Laut Welt Online sagte Google, dass der größte Teil Deutschlands bereits erfasst sei und Street View noch in diesem Jahr starten werde.

In Deutschland gibt es laut "Haus und Grund" 15 Millionen private Eigentümer von Immobilien.

08.02.2010 | 21:01 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Haus und Grund, Google Street View, Haus, Hausbesitzer, Immobilie, Einbruch, Datenschutzgesetz, Genehmigung, Erlaubnis

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